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Moderation? – Dann aber richtig!

Haben Sie auch erst kürzlich eine Anfrage für die Moderation einer Gruppendiskussion, einem sogenanntem Panel, erhalten? Herzlichen Glückwunsch! Offenbar haben Sie jemanden mit Ihren Fähigkeiten beeindruckt oder sind Sie nur die günstige Notlösung, weil für eine externe Moderation das Budget nicht mehr langt? Was immer die Gründe sind, stimmen Sie vor einer Zusage bestimmte Punkte ab, damit Ihre Moderation glückt.

Meine 10 Tipps für eine gelungene Moderation finden Sie hier

  1. KNOW YOUR TURF!

    
Beherrschen Sie das Thema bzw. können Sie sich hierzu schnell einarbeiten? Nichts ist peinlicher, als wenn der Moderator nicht vorbereitet ist und die Diskussion inhaltlich nicht lenken kann. Ihr Publikum & die Diskutanten merken es sehr schnell, wenn Sie sich auf Neuland begeben. Vergessen Sie nicht, dass eine gute Moderation auch immer eine gewisse Sachkenntnis des Moderators voraussetzt.

  2. DO YOU REALLY KNOW WHO’S ON THE PANEL?

    Sofern es sich um eine interne Veranstaltung handelt, klären Sie schnell ab, ob Ranghöhere bzw. Vorgesetzte auf das Podium kommen. Ein Moderator ist wie ein Dompteur im Zirkus. Er hält alle in Schach, muss aber auch dafür sorgen, dass der Einzelne glänzen kann. Das kann ein schwieriges Unterfangen werden, wenn der eigene Vorgesetzte so seine eigene Agenda hat und nicht nach den genannten Spielregeln spielen will. Es ist Ihre Aufgabe, dass die Diskussion für die Teilnehmer interessant ist. Dazu gehört, dass Sie die Regie übernehmen und sich nicht von den Diskutanten den Takt vorgeben lassen.

  3. PREPARaTION IS EVERYTHING

    Ein absolutes No Go ist es, als Moderator unvorbereitet in die Diskussion zu gehen und Fragen nicht mit den Diskutanten vorzubesprechen. Es empfiehlt sich, je nach Gruppengröße im Vorfeld Einzelgespräche durchzuführen und die Diskutanten und ihre Schwerpunkte kennen zu lernen. Das kann durchaus mal einen halben Tag in Anspruch nehmen.

  4. BE DETAILED AND TARGETTED

    Klären Sie im Vorfeld die Dauer der Diskussion mit dem Veranstalter ab und auch welches Zeitbudget Sie für die Diskussion verwenden dürfen. Gesprächsrunden, die deutlich länger als 30 Minuten dauern, ermüden das Publikum und die Aufmerksamkeit sinkt spürbar. Erfolgreiche Diskussionsrunden dauern nie länger als 30 – 40 Minuten und haben immer eine Q&A Session im Anschluss. Schließlich wollen auch die Teilnehmer ihr Know-how zeigen und sich mit Beiträgen positionieren.

  5. WHAT’S ABOUT THE SETTING & TECHNICAL EQUIPMENT?

    Sind mehr als 25 Teilnehmer geplant, sollten Sie als Moderator auf eine technische Ausstattung mit Mikros bestehen. Nichts ist unangenehmer, als sich permanent mit lauter Stimme im Panel durchzusetzen. Denken Sie auch daran, dass, wer das Mikro hat, sich die Möglichkeit freihält einzugreifen und Monologe der Diskutanten abzukürzen. Sorgen Sie auch vor der Veranstaltung für einen Probedurchlauf und prüfen Sie die Akustik.

  6. IT’S SHOWTIME

    Alles ist im Vorfeld geklärt worden und der Tag der Veranstaltung ist da? Dann planen Sie ca. 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn ein Meet & Greet mit den Diskutanten ein. So sorgen Sie dafür, dass alle pünktlich da sind und die Gelegenheit bekommen, sich im Vorfeld kennen zu lernen. Ihnen gibt es die Möglichkeit, den Ablauf der Veranstaltung mit allen abzustimmen und Do’s & Don’ts zu klären.

  7. GET READY TO RUMBLE

    Sie als Moderator begrüßen die Gäste und die Diskutanten. Stellen Sie selber alle Gesprächsteilnehmer kurz vor und kommen gleich auf den Ablauf zu sprechen. Setzen Sie den Rahmen und erlauben Sie Fragen aus dem Publikum erst zum Ende der Diskussion. So behalten Sie die Übersicht bei der Moderation und lassen sich nicht so schnell das Konzept aus der Hand nehmen.

  8. LET IT FLOW!

    Stellen Sie pro Diskutant eine andere Frage zum Thema und halten Sie die Diskussion lebhaft, indem Sie auch andere Diskutanten einbinden. Wichtig ist es für eine gelungene Diskussion, eine breite Sicht auf das Thema zu ermöglichen und unnötige Dopplungen in den Antworten zu vermeiden. Nichts ist langweiliger, als immer wieder die gleichen Antworten der Diskutanten zu hören.

  9. KEEP YOUR EYES WIDE OPEN!

    Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Publikum und seien Sie humorvoll. Nichts ist anstrengender als eine staubtrockene Diskussion. Es darf auch mal gelacht werden und Widerspruch von Seiten der Diskutanten ist wie das Salz in der Suppe.

  10. THE FINISH

    Die Diskussion ist durch und alle Argumente sind ausgetauscht? Dann wird es Zeit, Ihr Publikum mit ein bis zwei Fragen einzubinden. Bitten Sie den Fragenden sich hinzustellen und kurz vorzustellen. Das gibt Ihrem Panel Gelegenheit zu verstehen, in welchem Zusammenhang die Frage gestellt wird und sich eine entsprechende Antwort zu überlegen. Es ist immer gut, Ross und Reiter zu kennen und sich mit einer Antwort nicht aufs Glatteis zu begeben.
    Erfahrungsgemäß sind die Anzahl der Fragen aus dem Publikum der Gradmesser, wie erfolgreich die Gesprächsrunde war. Verlagern Sie nach 10 – 15 Minuten die Fragerunde auf den gemütlichen Teil und lösen die Gesprächsrunde mit dem Verweis, dass die Diskutanten an Tischen noch dabei sind, auf.

Sind noch Punkte offen geblieben? Gerne unterstütze ich Sie bei der Vorbereitung Ihrer Moderation und sorge dafür, dass sie nachhaltig im Gedächtnis bleibt.

 

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