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Ausgebremst durch Corona?

Lockdown passé - bricht jetzt die Wirtschaft komplett ein?

Kaum das die Bundesregierung seit Anfang der Woche vorsichtig Schritte zur weiteren Lockerung geht, haben Schlagzeilen wie die Ankündigung größerer Entlassungswellen einiger besonders von der Krise betroffenen Unternehmen Hochkonjunktur. Wir brauchen nicht auf den Quartalsbericht der Wirtschaftsweisen zu warten, um festzustellen, dass Corona uns mehr als ein Quartal Wirtschaftsleistung gekostet hat bzw. kosten wird. Selbst die seit Jahren erfolgsverwöhnte Immobilienbranche leckt schon die ersten Wunden und muss jüngst den Einbruch des Büromarktes verkraften. Wurden in den Boomzeiten noch pro m² Preise von bis zu €30, in der Spitze https://www.haufe.de/immobilien/entwickrmarktung/marktanalysen/immobilienmaerkte-2017-der-boom-laesst-nach_84324_391332.html erzielt, dürfen wir uns jetzt wieder mit Leerstandsquoten deutlich oberhalb von 30% in den Wirtschaftsmetropolen Deutschlands gewöhnen.

Unternehmen haben erkannt, dass die in der Krise erprobte Home Office Situation nicht die häufig befürchteten Effizienzdefizite gebracht haben und dass Führung auch ohne persönliche Präsenskontrolle funktionieren kann. Die Bereitwilligkeit zur Turbo-Digitalisierung von Workstreams und zum Arbeiten in virtuellen Teams hat auch viele Unternehmenslenker überrascht. Der Krise sei’s gedankt. Kein Wunder, dass jetzt der eine oder andere pfiffige Manager  denkt, wozu haben wir eigentlich die hochpreisigen Büroflächen, wenn das Arbeiten von zu Hause auch so klappt. Vielleicht wird das Büro der Zukunft eher das Lagerfeuer für die Team-Besprechungen sein, bevor alle wieder an den heimischen Herd bzw. Schreibtisch zurückkehren, wie die Berater von Eurocres in einem Gastbeitrag bei der W&V vorhersagen: https://www.wuv.de/karriere/corona_wird_den_bueromarkt_drastisch_veraendern

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